Stromspeicher: Größe berechnen
PV-Speicher Dimensionierung: First things first
Mit einem Solarspeicher erhöht sich der Autarkiegrad, also deine Unabhängigkeit von Netzstrom, zum Teil enorm. Verglichen mit einem Setup, das “nur” aus einer PV-Anlage besteht, schießt der Selbstversorgungsanteil mit Solarspeicher von 30 auf bis zu 70 Prozent. Wenn du zusätzlich einen dynamischen Tarif für den verbleibenden Netzstrom nutzt, sinken deine Kosten sogar noch mehr. Das Smart Battery Feature von Tibber wählt sogar automatisch die beste Option zwischen gespeichertem Solar- und günstiger Netzenergie für dich.
Vor allem während der Sommermonate zahlen Kund:innen wenig bis gar nichts für ihren Verbrauch. Doch manchmal ist “bigger” eben nicht “better”. Ab einer gewissen Speichergröße, das haben Forschungen gezeigt, erhöht sich die Autarkie nur noch in geringem Maße. Sodass die Speicherkosten nicht mehr im Verhältnis zum Investment stehen. Wir erklären, wie du die passende Größe für deinen Stromspeicher berechnest. Dabei helfen die folgenden drei Faktoren.
Genug Solarstrom
Zunächst einmal muss deine Solaranlage überhaupt genug Strom produzieren. Andernfalls lohnt es sich nicht, ihre Überschüsse in einer Batterie zu speichern. Expert:innen sagen, dass die Anlage 0,5 kWp Solarleistung je 1.000 kWh Jahresverbrauch erbringen sollte. Bei einem Haushalt mit 6.000 kWh Jahresverbrauch muss die Anlage also mindestens 3 kWp Leistung erzielen. Wenn die Anlage mehr als dieses Minimum produziert, noch besser.
Speicherkapazität
Nun zur Kapazität deines Solarpeichers. Damit du bei der Dimensionierung des PV-Speichers nicht über das Ziel hinausschießt, rechne mit maximal 1,5 kWh Speicherkapazität für jedes Kilowatt-Peak Solarleistung.
Stromverbrauch
Zuletzt sollte die Stromspeicher-Größe auch zum tatsächlichen Verbrauch im Haushalt passen. Man geht von maximal 1,5 kWh nutzbarer Kapazität pro 1.000 Kilowattstunden aus.
Ein Rechenbeispiel
Was “Speicherkapazität” und “Stromverbrauch” angeht, solltest du dich für die Berechnung der Stromspeicher-Größe stets am kleinsten Ergebnis der beiden Faktoren orientieren. Am folgenden Beispiel wird klarer, was damit gemeint ist.
Gehen wir davon aus, deine PV-Anlage kommt auf eine Solarleistung von 7 kWp und dein Jahresverbrauch liegt bei 5.000 kWh. Laut dem zweiten Punkt (Speicherkapazität) solltest dein Speicher maximal 10,5 kWh (= 1,5 x 7) umfassen. Bemessen am dritten Faktor, Stromverbrauch, kommst du bei der maximalen Größe hingegen auf 7,5 kWh (1,5 x 5). Wie gesagt, gilt hier das kleinste Rechenergebnis. Andernfalls würde es bedeuten, dass du in den sonnigen Monaten mehr Strom speicherst als du verbrauchen kannst.
5 kWh Speicher
Besonders oft werden in Deutschland 5 kWh Stromspeicher verbaut. Sie sind in den Anschaffungs- und Installationskosten meist moderat. Zudem helfen sie Haushalte, deren Jahresverbrauch nicht viel mehr als 3.000 kWh beträgt, ihren Eigenverbrauch effektiv zu erhöhen. Oft sind Batteriespeicher übrigens modular aufgebaut und lassen sich später um Kapazitäten erweitern. Wenn du mehr zu den Kosten und Vorteilen erfahren möchtest, die sich aus der Kombination von Photovoltaik und Stromspeicher ergeben, empfehlen wir diesen Artikel. Tibber wünscht frohes Sparen!

