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PV-Anlage mit Speicher: Mehr Autonomie, weniger Kosten

Eine Photovoltaik-Anlage macht dich unabhängiger vom Netzstrom und kann deine Energiekosten übers Jahr gesehen ordentlich in den Keller drücken. Umso mehr, wenn du dir zusätzlich einen Batteriespeicher anschaffst. Wir erklären, worauf du dabei achten solltest. So erwarten dich auch in finanzieller Hinsicht sonnige Zeiten!

Photovoltaik + Stromspeicher = Ein Dreamteam in Sachen Sparen

Photovoltaik mit Speicher ist ein gutes Pairing. Doch bevor wir auf den kombinierten Nutzen eines Solarspeichers eingehen, schauen wir erstmal, was eine Solaranlage an sich ausmacht.

PV-Anlage: Dein eigenes Kraftwerk auf dem Dach

Keine Sorge, das hier ist kein wissenschaftlicher Artikel, um dich mit den physikalischen Feinheiten hinter der nachhaltigen Energiegewinnung vertraut zu machen. Was du aber wissen solltest, ist dass die einzelnen Solarmodule, aus denen sich eine Photovoltaikanlage zusammensetzt, Sonnenlicht in elektrische Energie umwandeln – genauer: in Gleichstrom. Ein Wechselrichter wandelt diesen wiederum in Wechselstrom um. Nur so kannst du deine eigene Produktion für den Haushalt nutzen. Das lohnt sich vor allem, wenn du Großverbraucher wie ein E-Auto oder eine Wärmepumpe besitzt. Statistisch besehen schrumpfen deine jährlichen Kosten so um 30 bis 40 Prozent. Noch mehr, wenn du zusätzlich Teile deiner Produktion ins Stromnetz einspeist und dich dafür vergüten lässt.

PV-Anlage: Diese Kosten erwarten dich

Die gute Nachricht zuerst: Die Kosten für PV-Anlagen sind über die letzten Jahre spürbar gesunken. Die Spannbreite kann dennoch groß sein, sodass sich eine genaue Recherche lohnt. Für ein deutsches Einfamilienhaus liegen die Installationskosten zwischen 12.000 und 20.000 Euro. Bei dieser Rechnung wird typischerweise von einer 50 Quadratmeter großen Anlage, die aus 22 bis 24 Einzelmodulen besteht und eine Spitzenleistung von 10 Kilowatt-Peak (kWp) hat, ausgegangen. Sie erzeugt eine Jahresproduktion von etwa 10.000 Kilowattstunden (kWh).

Kleinere Anlagen mit 5 kWp kosten zwischen 8 und 14.000 Euro. Unabhängig von der Anlagengröße solltest du Angebote suchen, bei denen pro Kilowatt-Peak ein Preis zwischen 1.600 und maximal 1.800 Euro veranschlagt wird.

PV-Anlage mit Speicher: Für noch mehr Sparpotenzial

Wenn du einen Batteriespeicher dazu kaufst, ist dein Investment insgesamt zwar größer. Gleichzeitig erhöht sich jedoch dein langzeitiges Sparpotenzial. Denn du kannst überschüssigen Strom zwischenlagern und nachts oder in sonnenschwachen Zeiten nutzen. Kombiniert mit einer smarten Energiemanagement-Lösung und dynamischem Stromtarif wie dem von Tibber, werden zusätzlich die aktuellen Preise für Netzstrom berücksichtigt. Deine Heimbatterie lädt dann z.B. in Zeiten mit besonders kleinen kWh-Preisen aus dem Netz und entlädt gespeicherten Solarstrom in den Haushalt, wenn es zu Preisspitzen kommt. Mit dem Tibber Smart Battery Feature geht intelligentes Management übrigens besonders unkompliziert. Du verbindest deinen Wechselrichter in wenigen Schritten mit unserer Tibber App und sparst so bis zu 740 Euro pro Jahr.

Solarspeicher-Kosten

Damit sich ein Solarspeicher auszahlt, sollte deine PV-Anlage so viel Strom produzieren, dass es sich lohnt, die Überschüsse überhaupt in die Batterie zu tanken. Als Faustregel sollten die Solarzellen mindestens 0,5 kWp pro 1.000 kWh an jährlichem Verbrauch erzeugen. Bei 5.000 kWh Jahresverbrauch müsste die Mindestleistung demnach bei 2,5 kWp liegen.

Um die Solarspeicher-Kosten im Rahmen zu halten, solltest du nicht zu große Kapazitäten installieren. Wie du die passende Batteriegröße in Relation zur Anlage herausfindest, kannst du hier im Detail lesen. Als grobe Orientierungshilfe sei Folgendes gesagt: Pro Kilowatt-Peak Solarleistung solltest du mit maximal 1,5 kWh Speicherkapazität rechnen. Auch die Preise für Stromspeicher sind übrigens in den letzten Jahre stark gefallen. Aktuell kannst du von 400 bis 800 Euro pro Kilowattstunde an Kapazität ausgehen. 

Wann rentiert es sich?

Wenn du wie oben empfohlen darauf achtest, pro kWp nicht mehr als 1.800 Euro zu zahlen und einen Solarspeicher mit passender Größe installierst, zahlt sich das Investment oft nach 10 bis 15 Jahren aus. Ab dann greifen die Spareffekte ungebremst. Grundlegend lohnt sich eine Photovoltaik mit Speicher vor allem, wenn dein Jahresverbrauch über 3.000 kWh liegt und du große Verbraucher wie E-Auto und Wärmepumpe hast. 

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