Zeitvariable Netzentgelte
Mit dynamischem Tibber-Tarif zu aktuellen Marktpreisen lassen sich Stromkosten spürbar reduzieren. Mit den zeitvariablen Netzentgelten kommt nun eine neue Sparkomponente hinzu. Und was für eine! Kombiniert kommen Kund:innen damit auf Ersparnisse von bis zu 68% gegenüber fixen Verbrauchspreisen. Wir erklären, wie auch du von den variablen Entgelten profitierst.
Netzentgelte in kurz
Bevor wir klären, was ihre zeitvariable Variante bedeutet, klären wir erstmal, was Netzentgelte allgemein sind. Unter Netzentgelten werden Kosten gesammelt, die für den Transport und die Verteilung deines Stroms über das Versorgungsnetz anfallen. Sie machen etwa 20 bis 30 Prozent deines Verbrauchspreises pro Kilowattstunde aus. Netzentgelte finanzieren also die Infrastruktur der Netzbetreiber und werden von allen Stromkund:innen als regulärer Bestandteil ihrer monatlichen Rechnung bezahlt.
Zeitvariabel = maximal sparen!
Die 2025 eingeführten zeitvariablen Netzentgelte sollen Verbraucher:innen motivieren, ihren Verbrauch flexibler zu gestalten und damit das Netz zu entlasten. Indem sie Strom vermehrt nutzen, wenn er ausreichend vorhanden und besonders grün ist. Die Netzentgelthöhe schwankt dabei je nach Netzbetreiber und Tageszeit – i. d. R sind sie in den Niedriglastzeiten, also nachts, mittags oder bei hohem Solarstromangebot, günstiger als in Stunden mit höherer Netzbeanspruchung. Das lohnt sich enorm: Schon mit dynamischem Tarif zu Marktpreisen sparst du 30% gegenüber durchschnittlichen Fixpreisen, kombiniert mit wechselnden Netzentgelten sind es sogar bis zu 68%!
Quelle für Grafik: Durchschnittspreise aller deutscher Kund:innen von 2024, Destatis
First things first
Um in Sachen Netzentgelten dynamisch durchzustarten, müssen zwei Dinge gegeben sein: Du brauchst ein Smart Meter und eine steuerbare Verbrauchseinrichtung. Letzteres kann eine Wallbox, eine Wärmepumpe oder ein Batteriespeicher mit einer Nennleistung über 4,2 kW sein. Wenn du dein Gerät ab 2024 erhalten hast oder erst noch kaufst, wird es durch den Installateur für Modul 1 (nach: § 14a EnWG) angemeldet. Du erhältst dadurch eine pauschale jährliche Reduzierung deines Netzentgelts von bis zu 190€. Zudem ist es die Basis, auf der du später für Modul 3 und damit für die zeitvariable Netzentgelte angemeldet wirst.
Zeitvariable Netzentgelte beantragen. So geht's!
Smart Meter & steuerbare Verbraucher holen
Zunächst einmal benötigst du Hardware, die dir ermöglicht, Strom flexibel zu verbrauchen und zu den aktuellen Strom- und zeitvariablen Netzentgeltpreisen abgerechnet zu werden. Das ist zum einen ein intelligentes Messsystem, besser als Smart Meter bekannt, zum anderen eine steuerbare Verbrauchseinrichtung (Ladebox, Wärmepumpe, Batteriespeicher) mit einer Nennleistung von mind. 4,2 kW.
Modul 1 beim Netzbetreiber anmelden
Modul 1 ist Voraussetzung für die spätere Anmeldung für Modul 3. Du erhältst damit eine pauschale Netzentgeltreduzierung von 140-190 € (je nach Netzbetreiber) pro Jahr. Geräte, die nach 01.01.2024 installiert wurde, sind bereits durch den Installateur angemeldet worden. Wenn dein Gerät vorher installiert wurde, kann es sein, dass du dich beim Netzbetreiber selbst um die Anmeldung kümmern musst.
Modul 3 über Stromanbieter anmelden
Modul 3 beantragst du über uns – aktuell via Mail, zukünftig auch direkt in der Tibber App. Solltest du eine Anmeldung für Modul 1 besitzen, die noch nicht bei uns hinterlegt ist, bitte deinen Netzbetreiber, die Informationen an uns weiterzuleiten. Nur so können wir die Modul 3-Anmeldung anstoßen. Aktuell sind die technischen Prozesse bei einigen Netzbetreibern nicht optimal. Der Anmeldeprozess kann dauern.
Mit Tibber geht es schneller
Leider gibt es aktuell noch einige Lücken bei der technischen Infrastruktur für zeitvariable Netzentgelte. Kein Wunder, der Vorgang ist hochkomplex. Die gute Nachricht: Mehr und mehr Netzbetreiber schaffen die Voraussetzungen dafür, dass wir in deinem Namen Modul 3 anmelden können. Über den Button findeste du eine beständig aktualisierte Liste.