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Pauschale Netzentgeltreduzierung

Bei Netzengelten handelt es sich um bundesweit abzuführende Gebühren. Mit ihnen wird die Nutzung, der fortlaufende Betrieb und der Ausbau unseres Stromnetzes finanziert. Da die Netzentgelte im Schnitt zwischen 20 und 30 Prozent des finalen Abreitspreises für deinen Strom ausmachen, zeigen wir dir, wie du sie unkompliziert reduzieren kannst.

Bis zu 190€ pro Jahr sparen

Seit 2024 gibt es in Deutschland die sogenannte pauschale Netzentgeltreduzierung. Das ist ein kompliziertes Wort, aber eigentlich eine ganz einfache und vor allem lohnende Sache für dich. Was steckt also dahinter?

Als Teil von “Modul 1” des Paragrafen 14a im Energiewirtschaftsgesetz (kurz: §14a EnWG) erhältst du die pauschale Reduzierung für die Anmeldung von steuerbaren Verbrauchern. Darunter fallen etwa Ladeboxen fürs E-Auto, Wärmepumpen oder Batteriespeicher. Ein unter § 14a fallendes Gerät darf vom örtlichen Netzbetreiber kurzzeitig gedrosselt werden, um eine drohene Überlastung des Stromnetzes zu verhindern. Dabei wird das Gerät entgegen vieler Mythen niemals auf null geschaltet – eine Leistung von mindestens 4,2 kW wird dir immer zur Verfügung stehen. Weil du dem Stromnetz im Problemfall hilfst, im Gleichgewicht zu bleiben, erhältst du durch die Anmeldung für Modul 1 eine pauschale Reduktion des zu zahlenden Entgelts. Die konkrete Höhe unterscheidet sich je nach Region und liegt, unabhängig von der Höhe deines Energieverbrauchs, zwischen 120 und 190 Euro pro Jahr. Bei dem meisten Anbietern wird der Betrag zum Jahresende über deine Stromrechnung gezahlt. Mit volldynamischem Tibber-Tarif musst du dich weniger gedulden. Bei uns wird die Reduzierung sogar anteilig von deiner monatlichen Rechnung abgezogen.

Wie du die pauschale Reduzierung bekommst

Was die Hardware angeht, sind nur zwei Sachen wichtig: Du brauchst ein Smart Meter und eine steuerbare Verbrauchseinrichtung (Ladebox, Wärmepumpe, Batteriespeicher) mit einer Nennleistung über 4,2 kW. Wenn du hinter beides einen Haken setzen kannst, fehlt nur noch die Anmeldung. 

Seit 1. Januar 2024 wird Modul 1 für dich automatisch aktiviert. Die Elektrofachkraft, die deine steuerbare Verbrauchseinrichtung installiert, kümmert sich in der Regel um die Anmeldung beim örtlichen Netzbetreiber. Es ist dennoch ratsam, dich später kurz bei deinem Stromanbieter zu erkundigen, ob die pauschale Netzentgeltreduzierung tatsächlich im System hinterlegt wurde. Wenn du bei Tibber bist, kannst du das ganz einfach über den Chat in unserer App oder per Mail an hello@tibber.de klären.

Sollte dein Gerät vor 2024 installiert worden sein, kann es sein, dass du dich selbst um die Anmeldung beim örtlichen Netzbetreiber kümmern musst. Die Netzbetreiber bieten in der Regel entsprechende Formulare auf ihrer Webseite, mit denen du die Anmeldung schnell und unkompliziert abwickeln kannst. Du weißt nicht, wer der für dich zuständige Netzbetreiber ist? Kein Problem! Den Namen findest du auf deiner letzten Stromrechnung. Oft liest du ihn auch direkt auf deinem Zähler.

Die Anmeldung für Modul 1 ist übrigens die Voraussetzung, um später mit Modul 3 noch mehr – ,nämlich bis zu 68% (!) an Stromkosten, – sparen zu können. Möglich machen es die zeitvariablen Netzentgelte, die seit 2025 ausgerollt werden. Mehr zu dieser dynamischen Variante, Kosten zu sparen, liest du hier. Egal für welches Modell du dich am Ende entscheidest, kombiniert mit einem Tarif von Tibber holst du immer das größte Sparpotenzial für dich heraus.

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