Elektroauto mit eigenem Solarstrom laden
Auf einen Blick: Überschussladen mit Wallbox
Eigenverbrauch ist lukrativer als Einspeisung: Weil die staatliche Einspeisevergütung (aktuell ~ 8 ct/kWh) deutlich unter den Kosten für Netzstrom (~ 30 ct/kWh) liegt, sparst du durch die effektive Nutzung deines Solarstroms deutlich mehr Geld als durch den Verkauf.
E-Autos sind ideal, um Kosten zu senken: Mit E-Auto steigt der Strombedarf eines Haushalts deutlich an. Der Mehrbedarf lässt sich ideal und kostengünstig durch die smarte Nutzung deiner PV-Anlage kompensieren.
Überschussladen: Durch smartes Energiemanagement (z. B. mit Tibber Pulse und kompatibler Ladebox) wird dein E-Auto gezielt geladen, wenn die PV-Anlage mehr produziert als im Haushalt benötigt wird.
Maximale Ersparnis durch Kombination: Am effizientesten ist die Verknüpfung von Solarstrom mit einem dynamischen Stromtarif. Denn so bezieht du zusätzlich den möglichst günstigen Netzstrom und sparst auch bei fehlender Sonne.
E-Auto mit Solar laden: Darum lohnt sich die Sonnen-Power
Vor dem Kauf einer PV-Anlage wiegt vermutlich jede:r ab, wie viel von der selbst erzeugten Energie für den Haushalt genutzt werden können und sollten. Meist wirst du bei der Kosten-Nutzen-Gegenüberstellung von Einspeisung und Eigenverbrauch feststellen, dass der selbst genutzte Anteil finanziell lohnender ist. Denn die Ersparnisse, die du hast, wenn du statt Energie aus dem Netz eigenen Solarstrom nutzt, sind höher als die Gewinne, die du durch die staatliche Einspeisevergütung bekommst. Der Satz für die Einspeisevergütung liegt aktuell bei 7,78 ct/kWh – für Anlagen ab 10 kWp Leistung.
Um herauszufinden, wie viel mehr du durch den Eigenverbrauch deiner Überschüsse sparst, nimmst du die sogenannten "Stromgestehungskosten" zur Hilfe. Das sind jene Kosten, die für die Umwandlung einer anderen Energieform in elektrischen Strom anfallen. 2026 liegen sie zwischen 6 und 14 Cent pro Kilowattstunde und damit weit unter den Durchschnittspreisen für Netzstrom. Denn für deinen Netzbezug musst du bei Fixpreisanbietern derzeit bis zu 30 ct/kWh zahlen. Mit Tibbers dynamischem Tarif zu aktuellen Börsenstrompreisen schwanken diese Werte und dein Sparpotenzial dagegen stärker. Für das erste Quartal 2026 liegen sie zwischen 25 und 30 ct/kWh. Wenn du die Stromgestehungkosten von deinem Arbeitspreis abziehst, ergibt sich aus der Differenz die Ersparnis. Ein Beispiel? Bei Stromgestehungskosten von 7 ct/kWh würdest du bei einem Fixpreistarif zu 30 ct/kWh satte 23 Cent pro Kilowattstunde sparen. Deutlich mehr also, als du durch die Einspeisevergütung von etwa 8 Cent bekommen würdest.
Das Ganze rechnet sich nochmal mehr, wenn ein E-Auto ins Spiel kommt. Denn auch wenn der E-Mobilität zu Recht die Zukunft gehört, steigt mit einem Stromer der Jahresverbrauch deutlich an. Um dafür einen groben Messwert zu haben, reicht es, sich den jährlichen Durchschnittsverbrauch einer 3-köpfigen Familie in einem Einfamilienhaus auszugehen. Dieser liegt bei etwa 3.500 kWh. Mit einem E-Auto, das im Jahr gut 10.000 Kilometer zurücklegt, kämen nochmal satte 2.000 kWh fürs Aufladen hinzu. Der Jahresverbrauch steigt damit auf stolze 5.500 kWh an. Photovoltaik nur fürs Elektroauto zu nutzen, ist allein deshalb wünschenswert. Dabei gibt es aber technische Voraussetzungen zu beachten, die wir uns im nächsten Abschnitt genauer ansehen.
PV-Überschussladen mit Wallbox
Ohne smartes Energiemanagemt wird überschüssiger Solarstrom zunächst für die häuslichen Verbraucher und erst in zweiter Instanz fürs Laden deines E-Autos genutzt. Bei Tibber hingegen kannst du das Ganze deutlich smarter gestalten. Nämlich indem du unser Smart Charging Feature mit kostenlosem Überschussladen nutzt.
Voraussetzung dafür ist – wenig überraschend – ein aktiver Tibber-Stromtarif, den wir dank Smart Meter zu den aktuellen 15-Minuten-Preisen am Energiemarkt abrechnen können. Außerdem benötigst du eine in Tibber intergrierte Ladebox sowie unseren Pulse.
Alle unterstützen Wallboxen – etwa von Zaptec, Easee oder go-e – kannst du im unseren Store entdecken. Ebenso den Strom-Tracker Pulse, der deine Verbrauchsdaten vom Stromzähler aus live an die Tibber App sendet. Weil er so erkennt, wann deine Solarzellen mehr produzieren als im Haushalt benötigt wird, können deine Überschüsse direkt in die Autobatterie geladen werden. Smart Charging mit Solar ist ein echter Gamechanger, mit dem das ohnehin schon kostensparende Laden zu den günstigsten Marktpreisen ideal mit der kostenlosen Energie von deinem Dach kombiniert wird. Bei Tibber kostet Solarüberschuss-Laden im Gegensatz zu vergleichbaren Features bei anderen Anbieter übrigens keine monatliche Abogebühr. Es funktioniert sogar ohne laufenden Stomvertrag. Logischerweise profitierst du dann aber "nur" von deiner eigenen Produktion, nicht vom günstigsten Netzstrom.
Solaranlage für E-Autos: Beschränkungen und Möglichkeiten
Eine zentrale Hürde liegt bei alldem im sogenannten Schwellenwert. Damit ist die Mindeststromstärke von 6 Ampere gemeint, die dein Solarüberschuss mindestens aufbringen muss, damit der Ladevorgang des E-Autos beginnt. Für einphasig ladende Autos bedeutet das in der Praxis einen PV-Überschuss von mindestens 1,4 kW. Für die weitaus häufiger anzutreffenden Modelle, die dreiphasig laden, muss der Überschuss bei Minimum 4,2 kW liegen. Deine Solaranlage muss also eine gewisse kritische und vor allem stabile Produktionsleistung aufbringen, damit die Sache rund läuft.
Egal welches Setup du letztlich hast, mit einer Kombination aus Solarstrom und dynamischen Tibber-Tarif sparst du immer am meisten. Weil du in den hoffentlich wenigen Fällen, in denen du doch mal Strom aus dem Netz beziehen musst, die Möglichkeit hast, von den Schwankungen der aktuellen Börsenstrompreise zu profitieren.

