Strompreis für Haushalte in Deutschland - eine Übersicht

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Stündlicher Börsenstrompreis – immer tagesaktuell

An der Börse variiert der Strompreis stündlich, bestimmt durch Angebot und Nachfrage. Angezeigt wird hier der bundesweit einheitliche Einkaufspreis des an der europäischen Strombörse EPEX SPOT SE gehandelten Stroms (ohne Steuern und Abgaben). 

In der zweiten Ansicht ist die monatliche Preisentwicklung des Börsenstrompreises für den Zeitraum der letzten zwölf Monate dargestellt. 

Energiepreise schwanken nicht nur regional, sondern auch zu unterschiedlichen Jahreszeiten. Hier findest du mehr Informationen zur Energiekrise im letzten Winter.

Hourly prices during the day

    Quelle: Europäische Strombörse EPEX SPOT SE

    Ungleich verteilt – Wie viel kostet Strom wo? Und warum nicht überall gleich viel?

    Der Börsenpreis für Strom ist national einheitlich. Trotzdem variiert der Strompreis je nach Region.

    Die Karte zeigt den Kilowattstunden-Preis für einzelne Preisregionen nach Postleitzahl von günstig (grün) bis teuer (rot).

    Um die Karte mit einer Maus zu bedienen, klicke links auf den Pfeil und aktiviere das Vier-Pfeile-Symbol.

    Klicke auf ein Bundesland, um im zweiten Feld die Preisverteilung nach Postleitzahlen einzusehen.

    Regional unterschiedliche Kostenverteilung – die Gründe!

    Woher kommen die regionalen Unterschiede?

    Der Einkaufspreis für Strom ist deutschlandweit gleich. Was sich aber regional unterscheidet, sind die Gebühren wie Netzentgelte (unterscheiden sich je nach Netzgebiet – ca 900 in DE), Messstellenbetrieb (unterschieden sich je nach Messstellenbetreiber – ca 900 in DE) und Konzessionsabgabe (unterscheiden sich auf Gemeindeebene – ca 11.000 Gemeinden in DE). Insgesamt ergeben sich daraus ca 14.000 unterschiedliche Preisregionen zur Berechnung des Strompreises.

    Für einen Standard-Haushalt (2.500 kWh/ Jahr) lagen die jährlichen Kosten im Jahr 2020 je nach Preisregion zwischen knapp über 600€ bis zu knapp unter 1000€ (wenn nur die tatsächlichen Kosten für die stündlichen EPEX Spotmarkt Day-Ahead Börsenstrompreisen (zzgl. Steuern und Abgaben) und keine Marge oder Boni von Lieferanten berücksichtigt werden).

    Zahlen der Osten und der Norden für die Energiewende?

    Die Bürgerinnen und Bürger von Bundesländern im Osten und Norden wie Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zahlen durch hohe Netzentgelte überproportional viel für Ihren Strom. Kostentreiber für die Netzgebühren sind neben der gestreuten Besiedlung vor allem die Windkraft-Anlagen, die dort betrieben werden. Da sie geographisch (küstennah, flach, nicht dicht besiedelt) am besten für den Bau von Windanlagen geeignet sind und die lokalen Netzbetreiber die deutlich erhöhten Kosten auf nur wenige Haushalte umlegen können.

    Noch Fragen?

    Wenn Sie über Themen rund um den Strompreis neugierig geworden sind, zögern Sie nicht proaktiv mit uns in Kontakt zu treten. Wir bereiten Ihnen gerne weitere Daten auf, die Sie Ihrer Recherchen zugrunde legen können. Sie können uns selbstverständlich auch für Hintergrundgespräche anfragen. Mögliche Anknüpfungspunkte könnten folgende sein:

    • Preisentwicklungen auf dem deutschen und europäischen Strommarkt

    • Die Energiewende von unten: Was Verbraucher:innen tun können

    • Digitalisierung des Strommarkts und seine Tücken

    • Intelligente Stromzähler/ Smart Meter: Den Rollout vorantreiben

    • Lastspitzenmanagement

    • Smarte Services im Bereich Elektromobilität

    Pressekontakt