Elektromobilität: Welche Förderungen kann man 2021 beantragen?

Die Verkaufszahlen von Elektroautos sind seit vergangenem Jahr auf Rekordkurs – eine gute Nachricht für das Klima. Dass die Verbreitung der Stromer auf deutschen Straßen jüngst so flott vorangeht, liegt vor allem an zahlreichen neuen Gesetzen und Zuschüssen zur Förderung der Elektromobilität. Bereits im letzten Jahr haben wir über die verschiedenen Fördermittel berichtet. Hier findest du eine aktuelle Zusammenfassung, welche Zuschüsse 2021 beantragt werden können.

Seit wir im letzten Jahr über die verschiedene Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität berichtet haben, gab es einige Neuerungen. Hier kommt eine aktuelle Übersicht (Stand: 28.10.21), welche Förderungen im Jahr 2021 verfügbar sind. 

Förderung für den Kauf von Elektroautos

Für den Kauf von Elektrofahrzeugen gibt es saftige Zuschüsse vom Staat. Die seit dem 8. Juli 2020 geltende Innovationsprämie verdoppelt den bereits seit 2016 verfügbaren Umweltbonus. Beide können bis zum 31. Dezember 2025 in Anspruch genommen werden.

Fördersätze für Elektrofahrzeuge unter 40.000 € Nettolistenpreis:

  • bis zu 9.000 € für reine Elektrofahrzeug 

  • bis zu 6.750 € für Plug-in-Hybride

Fördersätze für Elektrofahrzeuge über 40.000 € Nettolistenpreis:

  • bis zu 7.500 € für reine Elektrofahrzeug

  • bis zu 5.625 € für Plug-in-Hybride

Von der Innovationsprämie können – auch rückwirkend – folgende gekaufte oder geleaste Fahrzeuge profitieren:

  • Neuwagen, deren Erstzulassung nach dem 3. Juni 2020 erfolgt ist.

  • Junge Gebrauchtwagen, deren Erstzulassung nach dem 4. November 2019 und die Zweitzulassung nach dem 3. Juni 2020 erfolgt ist.

Hinweis: Die Förderung soll zukünftig auf den elektrischen Antrieb fokussiert werden. Plug-in-Hybride werden deshalb stufenweise, basierend auf ihrer elektrischen Reichweite, von der Liste förderfähiger Fahrzeuge entfernt. Um die Förderung zu erhalten, müssen sie bis Ende 2021 eine rein elektrische Mindestreichweite von 40 km haben, ab 2022 eine Mindestreichweite von 60 km und ab 2025 von mindestens 80 km. Außerdem dürfen sie maximal 50g/km CO2 emittieren.

Alle Informationen und eine Anleitung wie man die Förderung beantragt findest du hier.

Förderung für private Ladestationen

Die Förderung für private Wallboxen der KfW ist seit Kurzem eingestellt. Der seit dem 24.11.2020 verfügbare Zuschuss von pauschal 900 € pro Ladepunkt wurde aus Mitteln des Bundes­ministeriums für Verkehr und digitale Infra­struktur (BMVI) finanziert. Die ursprüngliche Fördersumme von 200 Millionen Euro wurde mehrfach, auf letztendlich 800 Millionen Euro aufgestockt. Nun ist der Fördertopf (endgültig?) leer. 

Hinweis: Bereits genehmigte Förderanträge bleiben von dieser Entscheidung unbetroffen. Bereits gestellte Anträge werden, sofern alle Voraussetzungen erfüllt wurden, in Kürze genehmigt.

Förderung der öffentlichen Ladeinfrastruktur

Seit Februar 2017 unterstützt die Bundesregierung mit dem Programm “Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland” den Aufbau eines flächendeckenden Netzes von öffentlichen Ladestationen. Die Bundesregierung stellte dafür insgesamt 300 Millionen Euro von 2017 bis 2021 bereit. Unterstützt werden sowohl private Investoren als auch Städte und Gemeinden. Damit konnten bereits Anträge für den Aufbau von 30.000 Ladepunkten bewilligt werden, davon knapp 10.000 Schnellladepunkte. Anträge können noch bis zum 31.12.2021 gestellt werden.

Seit dem 24.03.2021 läuft das weitere Programm „Ladeinfrastruktur vor Ort“, mit ebenfalls 300 Mio € Fördervolumen. Hiermit sollen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen einen Anreiz bekommen, in die Zukunft der Elektromobilität zu investieren. Auch für dieses Programm können Anträge noch bis zum 31.12.2021 gestellt werden.

Ab dem 31.08.2021 läuft außerdem das Förderprogramm „Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ an. Hierfür stellt das BMVI bis Ende 2025 insgesamt weitere 500 Mio € zur Verfügung. Gefördert werden grundsätzlich Normalladepunkte mit einer Ladeleistung bis zu 22 Kilowatt, Schnell-Ladepunkte mit mehr als 22 Kilowatt, sowie der erforderliche Anschluss an das Nieder- bzw. Mittelspannungsnetz. Ziel des Programms ist es, bis Ende 2025 mindestens 50.000 Ladepunkte (davon mindestens 20.000 Schnellladepunkte) zu errichten.

Steuerliche Vorteile und zusätzliche Förderungen

Für reine Elektrofahrzeuge (also keine Hybride) gelten außerdem attraktive steuerliche Vergünstigungen. Nach dem Kraftfahrzeugsteuergesetz (KraftStG) werden sie für einen befristeten Zeitraum von der Kraftfahrzeugsteuer befreit. Die Steuerbefreiung beträgt bis zu 10 Jahre bei Erstzulassung bis 31. Dezember 2025 und wird maximal bis zum 31. Dezember 2030 gewährt. Findet innerhalb des steuerbefreiten Zeitraums ein Halterwechsel statt, wird die Steuerbefreiung weiterhin für den noch verbleibenden Zeitraum gewährt. Nach Ablauf der Steuerbefreiung wird eine um 50% ermäßigte Kraftfahrzeugsteuer fällig.

Für reine E-Dienstwagen, die Angestellten vom Unternehmen gestellt werden, dient nur die Hälfte des Bruttolistenpreises als monatliche Besteuerungsgrundlage. Weiterhin ist das kostenlose Aufladen des Elektro- oder Hybridfahrzeugs im Betrieb des Arbeitgebers steuerfrei. Auch für zu Hause kann den Arbeitnehmenden eine betriebliche Ladevorrichtung überlassen werden, ohne dass dieser Vorteil versteuert werden muss. Übereignet das Unternehmen Ladevorrichtungen für die Nutzung außerhalb des Betriebes, oder leistet Zuschüsse für den Erwerb und Nutzung von Ladevorrichtungen, kann dieser geldwerte Vorteil pauschal mit 25 % versteuert werden. Beide Regelungen gelten bis zum 31. Dezember 2030. Hier findest du alle Hintergrundinformationen.

Hinweis: Seit dem 1. Juli 2021 müssen alle neu zugelassenen Elektrofahrzeuge mit einem akustischen Warnsignal (AVAS) ausgestattet sein. Die zuvor für dieses System gewährte Förderung von pauschal 100€ kann deshalb seit dem 30. Juni 2021 nicht mehr beantragt werden.

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Publiziert 23.8.2021

Annett Gröschner
Storyteller

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