Jonas Helmikstøl: Wie die Wallbox für Privathaushalte durch Easee smart wurde

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Intelligentes Laden, das für jeden zugänglich ist – genau diese Idee legte den Grundstein für das norwegische Unternehmen Easee mit Jonas Helmikstøl an der Spitze. Ein Unternehmen, das sich traut, anders zu sein, in seinem eigenen Tempo zu wachsen und das nicht an Hierarchien glaubt - ein Unternehmen, das sich genauso dynamisch und innovativ entwickelt, wie wir. 😋

Eine Gründungsidee, die zunächst kein Gehör fand 

Jonas Helmikstøl startete in einem Unternehmen, das Wallboxen – also Ladegeräte für Elektroautos – für Mietergesellschaften entwickelte. Schon bald stellte sich heraus, dass die aktuellen Produkte für Einfamilienhäuser oder Privatpersonen nicht skalierbar waren, obwohl die Nachfrage stieg. Er kam zu dem Schluss, dass sich die Produkte stärker an den Bedürfnissen der Konsument:innen orientieren müssten. Dabei vermisste er vor allem, dass an Privatpersonen verkaufte Ladegeräte nicht "intelligent" genug waren. Die Ladegeräte konnten also weder automatisiert gesteuert werden, noch waren sie dazu in der Lage, das Auto zu laden, wenn die Strompreise am niedrigsten waren. Außerdem war Jonas und seinen Kollegen bereits damals klar: Ladegeräte, die nicht automatisiert und netzdienlich gesteuert werden können, würden in Zukunft zu großen Herausforderungen für das Stromnetz führen. 

“Mit dieser Erkenntnis konnten wir nicht einfach still sitzen. Intelligente Ladeboxen sind nicht nur aus Kundensicht relevant - um z.B. Geld zu sparen und große Verbräuche in kostengünstige Zeiten zu legen - sondern tragen auch zur Netzstabilität bei, indem Lastspitzen durch das Verschieben von Ladezeiten vermieden werden können. Wir mussten einfach selbst etwas zu tun”, erzählt der Gründer. Und so kam es, dass Jonas zusammen mit Kjetil Næsje und Steffen Mølgaard die Firma Easee gründete. Auf ihrer weiteren Reise spielte auch Tibber eine entscheidende Rolle. 

Tibber + Easee = smart! 

Als sich Jonas und Kjetil zu Ende 2017 das erste Mal mit Tibber-CEO Edgeir Vårdal Aksnes trafen, merkten sie direkt, dass sie sich in vielen Punkten einig waren – vor allem, wenn es um “Intelligentes Laden” ging. Für Edgeir war es eine Prämisse, dass das Ladegerät sich so steuern lassen müsse, dass es dann lädt, wenn die Preise am günstigsten sind. Easee nahm sich genau dieser Herausforderung an: “Es war in vielerlei Hinsicht ein spannender und anspruchsvoller Prozess, während dem wir uns gut kennenlernen konnten – im Guten wie im Schlechten", lacht Jonas rückblickend über den Entwicklungsprozess. 

Und es hat sich ausgezahlt! Easee gilt seither als Pionier: Mit den Easee Wallboxen können Elektroautos auf intelligente Weise aufgeladen werden. Das bedeutet, selbst wenn das Fahrzeug offline ist, kann es in Kombination mit der Tibber-App automatisiert gesteuert werden. Tibber-Kund:innen können, in Kombination mit einem smarten Stromzähler, den Ladeprozess so steuern, dass dann geladen wird, wenn der Strompreis am niedrigsten ist. 

Das Erfolgsrezept des Unternehmens

Jonas ist sich sicher, dass das Erfolgsrezept von Easee die offene Unternehmenskultur ist. Es wird sehr viel Wert auf kollaboratives Arbeiten gelegt. Jeder im Unternehmen hat Vertrauen in den anderen, aber übernimmt gleichzeitig Rechenschaft in seinem eigenen Verantwortungsbereich. “Bei uns gibt es keine Hierarchie. Es sind die besten Argumente, die gewinnen, nicht der Titel”, sagt der Unternehmensgründer. 

Besonders sei auch, dass Easee seine Ladegeräte von Grund auf selbstständig entwickelt. Dies sei in der Branche eher unüblich, erklärt Jonas. “Man fährt auf der sicheren Seite, wenn man bestehende Produkte bis zu einem gewissen Grad imitiert, anstatt darüber nachzudenken, was der Kunde eigentlich will und braucht. Wir haben uns gegen diesen Ansatz entschieden. Wir arbeiten nah an unseren Kund:innen und können so direkt Einfluss nehme,” erklärt Jonas. 

Um  die beste Servicequalität zu garantieren, hat Easee zudem eine eigene Sichtweise auf strenge zeitliche Fristen entwickelt. Diese wollen sie nicht einfach “aus Prinzip” setzen. Vielmehr gehe es darum, dass die Dinge auf die bestmögliche Weise umgesetzt werden. Denn: Manche Sachen brauchen ihre Zeit. 

Design als Ass im Ärmel

Auch in Design-Fragen geht Easee nicht den einfachen Weg, sondern stellt Kundenbedürfnisse klar in den Vordergrund. Als sie sich unter Auto-Liebhabern umhörten, fiel ihnen bereits zu Beginn auf, dass Komplimente für das Design von Ladeboxen sehr rar waren. Bei Easee stand daher das Design neben der Funktionalität von Anfang an im Mittelpunkt. “Wir wollten ein kompaktes und hochwertiges Design, dass unser Designer Steffen – meiner Meinung nach der beste Designer der Welt – mit der Eassee Wallbox extrem gut umgesetzt hat. Wir haben uns zum Beispiel von Steve Jobs und Apple inspirieren lassen. Ich wage sogar zu behaupten, dass es viele Ähnlichkeiten gibt - zumindest was das Design betrifft.” 

Auch in Designfragen war Easee für Tibbers Vorschläge und Wünsche während des Entwicklungsprozesses offen. Darunter lässt sich der Startknopf auf der Vorderseite nennen, mit dem die Smart-Charging-Funktion gesteuert werden kann, ohne die App zu öffnen. Diese Funktion hatte Tibber sich ausdrücklich gewünscht hat. 

Auch heute noch stehen Tibber und Easee in ständigem Austausch miteinander, da der Wissenstransfer für beide Parteien äußerst wichtig ist. Sowohl direktes Feedback von Kund:innen, als auch Daten aus der Software, regen zu kleineren und größeren Produktanpassungen an. 

Die Zukunft ist elektrisch 😎  

Wir wollten außerdem von Jonas wissen, wie er die Zukunft der Elektromobilität einschätzt. “Ich glaube, dass der Markt um Elektroautos sehr viel schneller wachsen wird, als die Leute denken. Mir fällt dabei auf, dass die Ladeinfrastruktur oft zu wenig Beachtung findet”, meint Jonas. Dies könnte das Wachstum zukünftig verlangsamen und zu potentiellen Engpässe führen. Die Zusammenarbeit zwischen Tibber und Easee gewinnt auch deswegen an Bedeutung. Gemeinsam könnten die Unternehmen sicherstellen, dass es keine Engpässe im Netz gibt, sondern die Energie optimal verteilt wird. 

Chancen sieht der Gründer vor allem auch in Energiespeichern und weiterem technologischem Fortschritt: “Derzeit werden zahlreiche finanzielle Mittel für die Entwicklung neuer Batterie- und Ladetechnologien freigegeben. Wenn ein Land wie Norwegen wirtschaftliche oder kommerzielle Möglichkeiten bündelt, geschehen magische Dinge.” 

Aufregende Neuigkeiten!

Das Beste haben wir uns aber für den Schluss aufgehoben – auch wenn das Produkt noch ein paar Jahre auf sich warten lässt. Es wird eine neue Easee Wallbox geben, die mit Gleichstrom betrieben wird und dadurch besonders effizient lädt. "Wir nennen unsere Neuheit liebevoll 'Easee DC'. Sie soll erst für öffentliche Ladestationen verfügbar sein, aber natürlich wird man sich später auch eine Easee DC in die eigene Garage stellen können", sagt Jonas. Wir finden, das hört sich gut an - und zwar sowohl die Pläne als auch der Name.

Easee im Tibber Store

Während die Easee DC Wallbox zwar noch Zukunftsmusik ist, haben wir schon jetzt die neueste Technologie zum Laden von E-Autos im Angebot. Mit Easee bringst du das Laden deines Elektroautos aufs nächste Level – und sparst mit einem Tibber-Vertrag sogar noch 100€ beim Kauf der Wallbox.

Zu deiner Wallbox
Publiziert 14.4.2020
Marius Sæbø Lier
Storyteller
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